Ausflug in den Hochwildpark

Auf unserer Liste der Orte, die Charlie vor der vollständigen Erblindung noch sehen soll, steht auch der Hochwildpark in Kommern (http://www.hochwildpark-rheinland.de/). Die Besonderheit dieses Wildparks ist, dass ein Großteil der Tiere sich in großen Freiläufen auf dem Gelände befindet und man Dammwild, Rotwild und Sikawild ohne Zäune erleben kann. Außerdem sind Hunde (an der Leine) willkommen.

Mit Lis war ich früher schon in Kommern und ich finde, dass der Park wirklich einen Ausflug wert ist. Man kann wunderbar spazieren, Esel, Ziegen, Schafe, Hochwild, Hühner, Pfauen, Elche und vieles mehr bestaunen und dieses Erlebnis auch noch mit den Hunden teilen. Das ist für alle Beteiligten natürlich aufregend, da alle Sinne des Hundes angesprochen werden. Ich vermute, geruchlich ist es ein Paradies für Hunde!

Natürlich ist Sinn und Zweck eines solchen Ausfluges für mich nicht, die Hunde jagdlich zu motivieren. Ganz im Gegenteil, wir trainieren Gehorsam, Impulskontrolle und versuchen die Hunde dahin zu bringen, dass die Konzentration bei uns liegt und nicht beim Wild. Da Lis und Charlie keinen besonders ausgeprägten Jagdtrieb haben, ist es zwar anspruchsvoll, aber nicht unmöglich, einen ruhigen Spaziergang durch den Park zu erleben. Nachdem wir die anfängliche Aufregung mit ein paar einfachen Übungen (Sitz, Platz, Fuß) besänftigt hatten, sind beide relativ entspannt mit uns durch den Park an den verschiedenen Tieren vorbei gelaufen. Natürlich zieht ein Bewegungsreiz immer mal wieder die Aufmerksamkeit der Hunde auf sich, aber im Großen und Ganzen waren wir sehr zufrieden, wie ausgeglichen die beiden waren. Wir konnten sogar Tiere füttern und uns sehr nah gemeinsam an diese heran bewegen. Ein Vorteil für den Besucher ist dabei auch, dass die Tiere im Park stark an den Menschen und auch Hunde gewöhnt sind. Der in freier Wildbahn vorhandene Fluchttrieb zeigt sich im Park nur bei hektischen Bewegungen der Besucher. Wenn man sich langsam und behutsam nähert und die Hunde sich auch ruhig zeigen, kommen die Tiere sehr nah heran.

Charlie hatten wir vorsichtshalber seit langem mal wieder doppelt gesichert, mit Halsband und Geschirr, da ich mir unsicher war, ob er sich unter Umständen von den großen Tieren bedroht fühlen könnte und den Rückzug antreten würde. Im Nachhinein wäre das nicht notwendig gewesen, aber hinterher ist man immer schlauer. Er zeigte am Anfang zwar eine Unsicherheit, da er von den ganzen Reizen (Gerüche, Bewegungen, Geräusche) sichtlich beeindruckt war, lies sich aber leicht durch Lis und meine Ruhe beeinflussen und wurde auch immer entspannter. Am Ende konnte ihn sogar das „große weiße Tier mit dem Geweih“ nicht mehr aus der Fassung bringen und wir staunten, wie viel Nähe hier alle Beteiligten zugelassen haben.

Diesen Ausflug werden wir mit Sicherheit nochmal bei wärmerem Wetter wiederholen, denn es war wirklich ein schönes Erlebnis. Charlie konnte viele Tiere aus der Nähe bestaunen, Lis Ziegen anmeckern und ich Esel streicheln!

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