Das Leben ist ein beständiger Wandel

Alles ist einem ständigen Wandel unterzogen, jedenfalls empfinde ich das manchmal so. Beruflich, privat, Dinge ändern sich. Natürlich gibt es dabei Konstanten, wie Familie oder Freunde.

Aber auch in diesem Bereich kann es ja Veränderungen geben. Bei größeren Veränderungen stelle ich mir zwangsläufig die Frage, wie sie sich auf die Hunde auswirken. Erleben sie das genau so wie ich? Wie wirken sich meine Gefühle auf die beiden aus?
Bin ich trotz aller Veränderungen Konstante genug, damit sie keinen Schaden erleiden? Bin ich genug für sie da?

Lis ist eher der kernige Typ, da bin ich mir sicher. Ich bin ihre Hauptbezugsperson und so lange ich sie umsorge und satt halte, ist sie zufrieden.
Charlie ist da anders. Ja, er hat mich auch als Hauptbezugsperson auserkoren, aber er bindet sich auch leicht an andere Menschen, die oft in seinem Leben auftauchen.
Gestern Abend waren wir bei meiner engsten Freundin und ich hatte etwas im Auto vergessen. Im Normalfall steht er auf, sobald ich den Raum verlasse und will mitgehen. Ich verlasse also die Wohnung, gehe zum Auto und erwarte beim Wiedereintritt Charlie an der Türe. Dem war nicht so. Er war im Wohnzimmer und wartete dort brav auf mich.
Auf der einen Seite ein komisches Gefühl, dass er mich mal nicht nach 30 Sekunden vermisst hat, auf der Seite toll, dass er sich offensichtlich sehr wohl dort fühlt!

Diese Fähigkeit, sich auf andere Menschen einzulassen ist schön, keine Frage. Aber was passiert, wenn dieser Mensch irgendwann weniger konstant in unserem Leben ist? Durch Umzug oder so? Kann ich diese Lücke dann füllen? Bin ich beständig genug, um Charlie aufzufangen? Wie wirkt sich das auf seine Verlustängste aus?

Fragen, die ich mir heute nicht beantworten kann. Die Antworten wird mir nur die Zukunft geben können, wenn ich Wandlungen rückwirkend betrachte. Und dennoch schießen mir diese Fragen durch den Kopf, sobald sich die kleinste Veränderung abzeichnet. Vielleicht spielt Charlies Erkrankung hier eine besondere Rolle und beeinflusst mein Denken. Wie ist es für einen erblindenden Hund, wenn Dinge sich ändern? Erschüttert ihn das sehr?

Wie haltet Ihr das? Reichen Liebe und Fürsorge aus, um Veränderungen aufzufangen?
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5 Gedanken zu “Das Leben ist ein beständiger Wandel

  1. Pingback: Kurzurlaub: ein Mensch, zwei Hunde, unzählige Momente | dreipunktecharlie

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