10 Dinge über uns…

Ich bin begeisterter Leser von Moe & Me. Und nachdem wir uns von Moe & Me schon zu „10 Dinge, die ein Hund niemals sagen würde“ haben inspirieren lassen, greifen wir jetzt erneut eine tolle Idee von Nicole auf: Die Wahrheit über uns

10 Fakten über Charlie

1. Charlie hat einen nervösen Magen

Wenn Charlie sich aufregt, positiv wie negativ, schlägt ihm das umgehend auf den Magen. Wenn er vorher getrunken oder gegessen hat, erbricht er. Egal, wie gleichmütig und ruhig ich bleibe, sein Magen hat einen eigenen Kopf.

2. Charlie bekommt 2,5 mal soviel Futter wie Lis

Charlie verbrennt Kalorien wie nichts. Im Büro und Zuhause liegt er viel rum, aber sobald es nach draußen geht, rennt und tobt er wie ein Wilder. Lege ich Lis Portionen zu Grunde und übertrage sie prozentual auf Charlie, so bekommt er auf das Körpergewicht umgerechnet 2,5 mal mehr Futter als Lis. Ginge ich nur vom Körpergewicht und nicht vom Energiebedarf aus, würde er exakt die doppelte Menge bekommen. Körperlich ist er völlig fit und es gibt weder eine Krankheit noch einen Parasiten, der seine gute Futterverwertung begründen könnte. Er ist einfach ein Energiebündel. (Und nein, so nervös ist sein Magen auch nicht, dass dieser die Ursache sein könnte.)

3. Charlie liebt Spielzeug

Charlie freut sich wie ein Schneekönig über sein Spielzeug. Ob Ball, Kuscheltier oder Futterbeutel, er fährt total darauf ab und spielt auch schon mal alleine mit dem Ball, wenn ich keine Lust habe.

4. Charlies schönste Belohnung ist Zuwendung

Klicker, Leckerchen, alles schön und gut. Ausgelassen freudig reagiert Charlie aber auf Zuwendung. Hat er etwas besonders toll gemacht und ich knuddele ihn durch, ist das für ihn das Höchste der Gefühle. Dafür lässt er jedes Leckerchen liegen.

5. Charlie heult mit den Sirenen

Kennt Ihr die neuen Sirenen der Polizei? Charlie animieren diese dazu, zu heulen. Er legt den Kopf in den Nacken und heult los. Auf die alten Sirenen, wie sie bei uns noch einige RTWs haben, reagiert er nicht so.

6. Charlie überrennt andere Hunde schonmal

Wenn Charlie mit Kumpels tobt, rennt er diese einfach mal über den Haufen. Vollgas, Ziel anpeilen und mitten herein rennen.  Wenn der Kumpel nicht ausweicht, knallt es. Ich habe keine Ahnung, wie ich ihm das abgewöhnen soll.

7. Charlie klettert an mir hoch

Sitze ich ihm Sessel oder auf einem Stuhl und streichle Charlie, dauert es nur wenige Sekunden, bis ihm der Körperkontakt nicht mehr ausreicht. Dann klettert er wahlweise auf meinen Schoß oder aber er legt die Vorderpfoten auf meinen Arm und den Kopf auf meine Schulter. Ich liebe diese Distanzlosigkeit!

8. Charlie ist der neugierigste Hund, den ich kenne

Er steckt in alles sein Nase, muss alles erkunden und erforschen. Steht ein Karton bei uns im Flur, der von Lis damenhaft ignoriert wird, so kann ich bei Charlie sicher sein, dass er ihn öffnen und den Inhalt untersuchen wird. Gleiches gilt für Handtaschen, Einkaufstüten, alles, das ihm zugänglich wird.

9. Charlie zieht Zecken magisch an

Ich habe alles versucht, Chemiekeulen, Kokosöl, pflanzliche Präparate zum Auftragen, nichts hilft. Hatte Lis diese Saison noch keine einzige Zecke, so finde ich bei Charlie täglich mindestens einen Blutsauger.

10. Charlie ist nie schlecht gelaunt

Wir leben seit November 2014 zusammen. Ich habe es noch nie erlebt, dass Charlie grummelig, schlecht gelaunt oder grantig ist. Er ist immer ein Sonnenschein!

10 Fakten über Lis

1. Lis ist eine „Grande Dame“

„Die Grande Dame hat es auf einem bestimmten, abgrenzbaren Gebiet zu erheblicher Prominenz gebracht und Generationen geprägt.“ (Wikipedia) In unserem Territorium ist Lis die unangefochtene Königin. Das hat Charlie maßgeblich geprägt, er versteckt sich bis heute gerne hinter ihr.

2. Lis war im ersten Jahr bei mir der schrecklichste Hund, den ich mir vorstellen kann.

Sie ließ sich wochenlang nicht anfassen, knurrte jede Menschenseele an, war kontaktscheu, ein Häufchen Elend aus einer Tötungsstation in Rumänien. Ich konnte sie kaum mit vor die Türe nehmen, alles war für sie bedrohlich und unerträglich. Kam Besuch, musste ich sie anleinen, da sie diesen leidenschaftlich gerne aus dem Haus gehalten hätte. Aber mit viel „Geduld und Spucke“ ist sie heute ein wunderbarer, sonderlicher Charakter-Hund.

3. Lis hat keine Kreuzbänder mehr

Den ersten Kreuzbandriss zog sie sich bei Agility zu, den zweiten bei der Jagd auf eine Katze in unserem Garten. Ich werde niemals das putzige Geräusch vergessen, das sie beim Laufen mit der Schiene verursachte „Tippel – Klock – Tippel – Klock“.

4. Lis war Besuchshund im Altenheim

Lis ist Menschen gegenüber misstrauisch, es sei denn sie sind ganz jung oder ganz alt. Kinder und alte Menschen berühren sie irgendwie. Dann wird sie ganz weich und zutraulich. Vor ihren Kreuzbandrissen habe ich sie zum Besuchshund ausgebildet und wir waren regelmäßig zu Besuch in einem Altenheim. Heute besuchen wir nur noch meine Oma.

5. Lis fehlt ein Stück Ohr

Bei einem Kampf gegen einen Rottweiler-Mix hat sie sich wirklich tapfer geschlagen und die einzige Blessur, die sie davon trug, war das Einbüßen der Spitze des linken Ohres. Kleiner tapferer Krieger!

6. Lis ist wie Unkraut

Was haben wir schon alles erlebt. Drei Operationen, diverse Infekte, eine Vergiftung. Sie hat Blut gespuckt und Fieber gehabt, eine furchtbar lange Nacht habe ich ihren Kopf gehalten und gedacht, sie schafft es nicht. Und am nächsten Tag steht sie auf, schüttelt sich und macht weiter. Manchmal habe ich die Hoffnung, dass der Spruch „Unkraut vergeht nicht“ stimmt und Lis bis in alle Ewigkeit übersteht.

7. Lis ist mutig wie ein Löwe

Anderen Hunden gegenüber kennt Lis keine Angst. Egal wie groß, schwer, aggressiv – Lis stellt sich jedem Problem und verteidigt Charlie, mich und sich selbst bis aufs Blut. und trotz Ihres Alters ist sie wirklich schnell dabei. Manchmal so schnell, dass ich es kaum schaffe, vor ihr einzugreifen.

8. Lis ist ein Piranha

Piranhas fixieren die Beute, schießen darauf zu und beißen zu. Das beschreibt ziemlich exakt Lis Fressverhalten. Sie fixiert das Leckerchen, beschleunigt und verschlingt.

9. Lis kann auch ein Weichei sein

Sind Charlie oder ich krank oder nervös, werden wir von Lis herzlich bemuttert. Sie schnüffelt uns ab, legt sich nahe zu uns, tröstet uns.

10. Lis ist ein Schauspieler

Als sie das Stück vom Ohr verloren hat oder sich das Kreuzband gerissen hat, hat sie sich keine Schmerzen anmerken lassen. Sie verzieht keine Miene und erträgt es tapfer. Wehe aber, jemand droht ihr auf den Fuß zu treten! Sofort lässt sie sich fallen, schreit wie am Spieß und stirbt den Heldentod. (Wir sollten kein Fußball mehr gucken.)

10 Fakten über mich

1. Ich bin furchtbar schlecht in Selfies

Ich kann das einfach nicht. Ich halte das Handy zu hoch, zu tief, zu nah, was auch immer. Am Ende habe ich ein Foto, auf dem ich nicht vollständig, mit tiefer Zornesfalte oder Doppelkinn zu sehen bin. Da mache ich doch lieber weiterhin Fotos von Charlie und Lis, die sehen immer zuckersüß aus!

2. Ich bin ein „Frickler“

Mein Motto „Was kaputt ist, kann ich nicht kaputter machen“ lebe ich immer. Wenn etwas den Geist aufgibt, baue ich es auseinander und versuche es zu reparieren. Manchmal habe ich Erfolg, manchmal einen bunten Haufen Schrott.

3. Ich bin gerne alleine

Freunde habe ich, sogar sehr gute. Und Familie auch, sogar eine sehr liebe. Und trotzdem genieße ich Zeit alleine. Für mich sein, mit den Hunden in den Tag leben. Nicht reden, nichts machen, auch mal an die Decke gucken und den Gedanken freien Lauf lassen.

4. Es gibt Momente, ich denen ich es genieße, die Hunde auch mal abzugeben

Ich liebe Charlie und Lis. Aufrichtig. Aber es tut auch mal gut, ohne Verantwortung zu sein. Zumindest stundenweise. Und einmal im Monat gönne ich es mir, die beiden bei meiner Mutter oder Onkel Mick zu parken und ohne sie loszuziehen. Shoppen, in ein Cafè gehen, Freunde treffen, ohne immer auf das andere Ende der Leine schauen zu müssen, das ist manchmal verlockend.

5. Ich kann mir ein Leben ohne Hund(e) nicht vorstellen

Versucht habe ich es. 1,5 Jahre lang. Damals zog ich zu Hause aus und musste unseren Familienhund zurück lassen, zum Einen, weil meine Eltern ihn mir nicht überlassen wollten, zum Anderen weil ich in eine Altbauwohnung ohne Aufzug zog. Die Folge daraus: Jeden Tag war ich bei meinen Eltern und habe den „Dicken“ zum Spaziergang abgeholt. Und nachdem er gestorben war, bin ich in eine hundefreundliche Umgebung gezogen und habe Lis ein Zuhause geboten.

6. Ich bin ein Egoist

Mit Hunden lebe ich aus sehr egoistischen Gründen: Sie geben mir Nähe und Wärme, ich muss nicht alleine Spazieren, sie sind ein Stück weit Kinderersatz, sie halten mich beweglich und bereichern mein Leben. Charlie zog bei Lis und mir ein, weil ich Angst habe, dass Lis das Zeitliche segnet (sie ist eben alt) und nicht ohne Hund sein will. Ich nahm ihn bewusst frühzeitig zu uns, um einen „geeigneten“ Hund zu finden, der zu Lis und mir passt und um nicht nach Lis Tod aus einer Kurzschlussreaktion einen Hund zu nehmen, der nicht zu meinem Leben passt.

7. Ich tanze mit den Hunden

Ja, richtig gelesen, wir tanzen. Durchs ganze Haus. Wenn ich gut gelaunt bin, wenn ich schlecht gelaunt bin. Laute Musik, hüpfen, springen, bewegen. Lis kreist dabei um meine Beine herum, Charlie hüpft mit.

8. Kein Fleisch (für mich)

Ich esse kein Fleisch. Den Hunden würde ich das aber nicht zumuten. Ich finde, sie haben eine artgerechte Ernährung verdient und dazu gehört meiner Meinung nach eben auch Fleisch.

9. Wenn es um die Hunde geht, bin ich vor nichts „fies“

Ich kenne keinerlei Berührungsängste, was die Hunde angeht. Bei Menschen kann ich kein Blut sehen, bei Lis habe ich eine schrecklich blutende Verletzung am Ohr umgehend erstversorgt. Ich behandle Wunden, wische Erbrochenes weg, sammle Kot ein, alles ohne den Hauch einer Berührungsangst. Liegt jedoch Katzen-Kot in meinem Hof, finde ich das widerlich!

10. Ich bereue nichts.

Charlies Erblindung ist manchmal anstrengend. Hunde aus dem Auslandstierschutz und Hunde generell sind manchmal anstrengend. Sie kosten Zeit, bedürfen der Fürsorge, bedeuten Verantwortung. Und trotzdem bereue ich nichts. Ich würde alles wieder genau so machen und möchte weder die guten noch die schlechten Momente vermissen.

Wow, wer es bis hierhin geschafft hat: Hut ab! Der Text ist deutlich länger geworden, als anfangs angenommen. Aber 10 private Details zu Charlie, Lis und mir wollten erklärt werden, zumindest kurz.

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7 Gedanken zu “10 Dinge über uns…

  1. Was für ein schöner Text und ich finde es riesig, dass du diese ganzen Fakten über euch zusammen getragen hast! Es ist schön, euch genauer kennen zu lernen! Und spannend, dass wir uns doch in manchen Punkten so ähnlich sind. Punkt 9 von dir würde ich auch absolut und sofort unterschreiben: Wenn es um Moe geht, mache ich alles.

    Vielen lieben Dank fürs Mitmachen und danke, dass wir euch besser kennen lernen durften! Ich werde euch direkt mal verlinken.

    Liebe Grüße
    Nicole

    Gefällt 2 Personen

  2. Pingback: Die Wahrheit über uns. | Hundeblog Moe and Me

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