Sommer, Sonne, Abkühlung

Endlich Sommer! Wirklich. Auch wenn es in unseren Breitengraden manchmal unangenehm schwül wird, ich freue mich trotzdem. Für die Hunde ist es besonders in den Mittagsstunden etwas anstrengender, aber wir passen uns dem Wetter so gut es geht an. 

Spaziergänge machen wir dann nur noch in den Morgen- und Abendstunden, wenn es etwas kühler ist. Morgens gehen wir in den Wald und suchen Schatten und Tümpel, abends gehen wir ein Stück bei uns am Fluss. Charlie liebt diese Strecke, denn es gibt mehrere Einstiege ins Wasser. Sobald er die Erlaubnis zum Schwimmen bekommt, rast er los, nimmt Schwung und springt hinein. Dann wird gewatet, geplanscht, geprustet und geschwommen. Ich wundere mich immer wieder, dass er trotz schwindender Sehkraft keine Angst vor dem Wasser bzw. dem Schwimmen hat. Vielleicht liegt es daran, dass er alle Gewässer, an die wir gerne gehen, schon vor der PRA kannte, vielleicht ist es ihm aber auch nicht wichtig zu sehen, wohin er schwimmt. Wichtig hingegen ist mir, dass er Spaß hat, sich abkühlt und ich keine Gefahr für ihn sehe. Hätte ich das Gefühl, dass er im Wasser unsicher oder hilflos ist, würde ich ihm das Schwimmen nicht erlauben. An dieser Stelle bin ich wirklich froh, dass er immer auf mein „OK“-Kommando wartet, bevor er ins Wasser geht. Und umgekehrt funktioniert auch das „Nein“ als Verbot, wenn ich ihm nicht erlaube, ins Wasser zu gehen. Das haben wir bereits erfolgreich getestet, als der Fluss Hochwasser hatte und ich die Strömung als zu gefährlich einstufte. Außerdem beobachte ich ihn wirklich sorgfältig, sobald er im Wasser ist und bin innerlich immer bereit, hinter ihm her zu springen. (Ja, ich weiß. Das soll man nicht. Aber welcher Hundehalter ist schon vernünftig, wenn sein Hund in Gefahr ist?)

Gestern war es bei uns so schwül, dass selbst die alte Madame Lis ins Wasser ging. Zugegebenermaßen schwimmt sie nicht sondern watet nur am Rand auf und ab, aber sie kühlt sich dabei ab. Und wenn Charlie voller Schwung an ihr vorbei springt, bekommt sie sogar einige erfrischende Wassertropfen ab. Sie schaut dann zwar immer ganz pikiert und schüttelt die Tropfen umgehend ab, aber ich bin mir sicher, tief in ihrem Innersten ist sie dankbar für die Abkühlung.

Nach dem Spaziergang wollte ich den beiden eine Freude machen und ihnen Wassermelone anbieten. Lis liebt Wassermelone! Und Charlie sollte sie nun endlich auch kennen lernen, das haben wir letzten Sommer verpasst. Ich schnitt also die Wassermelone, Lis verstand sofort und wurde nervös. Charlie schloss sich mal an, wenn die alte Dame nervös wird, gibt es etwas besonderes, das hat er gelernt. Dann habe ich die Melone mit viel Wirbel in die Näpfe gefüllt und voller freudiger Erwartung vor die Hunde gestellt. „Ok“-Kommando zum Auf-den-Napf-Stürzen. Lis verschwindet mit dem Kopf im Napf, schmatzt und ist happy. Charlie verschwindet mit dem Kopf im Napf, stutzt. Hebt den Kopf. Dreht sich in meine Richtung. Und in seinen Augen steht die Frage „Was zum Teufel ist das?“. Ich habe dann versucht, ihm einzelne Stücke der Melone anzubieten, die Melone schön geredet und mit niedlicher Fieps-Stimme versucht an den Hund zu bringen. Zwecklos. Das komische Zeugs mag er nicht und wird es keinesfalls essen. Nun gut, Lis bekam eine zweite Portion und Charlie ging leer aus. Für heute Abend werde ich mir etwas anderen einfallen lassen, das gut gekühlt im Sommer schmeckt. Vielleicht Hüttenkäse. Herzhafte Leckereien scheinen Charlie mehr zu liegen…

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6 Gedanken zu “Sommer, Sonne, Abkühlung

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