Good Times

„Good Times“, so heißt das neue Album von Mando Diao. Die Band hören wir ausgesprochen gerne und „Sheepdog“ ist der Song, der perfekt zu Charlies 5-Minuten-Anfällen passt. Nun also das neue Album, dessen Titel ich einfach als Omen verstehe und das uns im Moment mit viel Schwung durch den Tag begleitet. „Good Times“ haben wir nämlich wirklich. Wir bereiten einen Umzug vor, Lis bekommt neue Schmerzmittel und in den letzten Tagen hat der Sommer Einzug gehalten! 

Umzug und Entrümpeln 

Oh ja, wir verkleinern uns massiv. Und da ich seit 12 Jahren in unserem jetzigen Zuhause wohne, hat sich einiges an Dingen angesammelt. Vor Allem im Keller. Und bis zu unserem Umzug sind es noch 10 Wochenenden, von denen ich nicht an allen ohne Pläne bin. (Ich rechne in Wochenenden, da ich wochentags neben Job und Hunden nicht mehr viel erledigt bekomme.) Also lege ich jetzt schon mal damit los, Dinge auszumisten. Rigoros. Charlie und Lis brauchen nicht mehrere Leinen, Halsbänder, Geschirre. Ein Teil, das wir täglich benutzen, eines als Ersatz. Alles andere kann weg. Aber nicht einfach so weg: Es gibt eine wirklich aktive und tolle Gruppe bei Facebook, Kölner für Tiere in Not, die Spenden sammeln und an verschiedene Vereine weiterleiten. (Kölner für Tiere in Not) Hier habe ich kurz eine Bekannte angeschrieben und schon war klar: Man freut sich über die Hundesachen, aber auch über gut erhaltenen Trödel, der bei einer Händlerin gegen Futter getauscht wird! Und abgeholt wurden die Sachen auch noch sehr zügig. So konnte ich nicht mehr benötigte Dinge einer weiteren sinnvollen Verwendung zuführen.

Während ich den Keller ausmistete, hielt Charlie an der Treppe Wache. Er traut sich nämlich nicht die Treppe in den Keller hinab. Die war ihm von Anfang an unheimlich und da es keinen sinnvollen Grund für mich gibt, mit Charlie in den Keller zu gehen, haben wir es nie geübt, diese Treppe zu gehen. Charlie lag also auf der Kante zur obersten Stufe und hörte aufgeregt zu, was im Keller passiert. Es rumpelte, krachte und manchmal fluchte es (also ich) auch aus dem Keller. Sehr aufregend! Kam ich beladen mit Sachen oder Kartons die Treppe hinauf gestiegen, sprang er auf, wedelte und konnte sein Glück kaum fassen, dass ich den Ausflug in dieses Höllenloch erlebt habe.

Insgesamt haben beide Hunde ein sehr großes Interesse an dieser Aufräum-Aktion. Dass ich Dinge von A nach B trage, in Kartons packe, Menschen zu uns kommen und Mobiliar aus dem Haus tragen, das ist ihnen doch etwas suspekt. Selbst Lis, die sich selten von mir aus der Ruhe bringen lässt, verfolgt mich auf Schritt und Tritt. Ich warte tagtäglich darauf, dass einer der Beiden sich in einen Karton legt, damit ich bloß nicht vergesse, sie mitzunehmen.

Neue Schmerzmittel für Lis  

Wie bereits im Februar berichtet, habe ich entschieden, dass Lis zur Linderung ihrer Arthrose-Schmerzen mit Schmerzmitteln behandelt werden soll. Das Mittel mit Depotwirkung hat leider nicht den gewünschten Erfolg gebracht, Lis lief nicht sichtlich besser und wir haben das Medikament ausschleichen lassen. Nun war sie über einen Monat ohne Schmerzmittel, weil ich ihre Probleme genau beobachten wollte, um einen Unterschied festzustellen. Sowohl unter dem Depot-Medikament  als auch komplett ohne Medikamente lief sie sehr langsam, trabte nur selten und rannte überhaupt nicht mehr. Besonders das Laufen bergab und bergauf fiel ihr schwer, sie ging nur sehr langsam und blieb häufig stehen. Nun haben wir auf ein Medikament gewechselt, das ich ihr täglich gebe. Und siehe da: Schon nach wenigen Tagen ist eine Verbesserung sichtbar! Sie läuft gelöster, läuft auch mal wieder voran und lässt sich nicht ständig zurückfallen. In Kombination mit den steigenden Temperaturen geht es ihr gerade deutlich besser und ich hoffe, dass dies auch die Langzeitwirkung der Tabletten sein wird.

Endlich warm und sonnig

Anfang Mai hatten wir nachts hier noch einstellige Temperaturen, manchmal sogar leichten Frost. Die Sonne traute sich nur selten heraus und ich hatte die Hoffnung auf einen warmen Frühling schon fast aufgegeben. Doch seit ein paar Tagen scheint die Sonne, wärmt unsere Nasen und es ist so warm geworden, dass selbst Lis mit den Pfoten ins Wasser geht! Natürlich erst, wenn Charlie den Teich verlassen hat, ein Bad gemeinsam mit dem Rüpel zu nehmen ist für Lis inakzeptabel. Charlie springt und planscht nämlich, wirbelt Dreck auf und macht alles im Umfeld von mehreren Metern gnadenlos nass. Also wartet sie ab, bis Charlie sein Bad beendet hat und schreitet mit der Würde eines in die Jahre gekommenen italienischen Gigolos ins Wasser. (Ich war während meiner Kindheit einmal auf Elba im Urlaub, Tag für Tag stand ein würdevoller, älterer Italiener in roter Badehose im Wasser und niemand traute sich in seine Nähe. Er strahlte einfach aus, dass auf keinen Fall mehr als Füße und Beine bis zum Knie nass werden durften. Sogar die Wellen hatten Respekt und schwappten niemals höher als seine Knie.) Lis steht also, schaut würdevoll nach rechts und links und macht sich nur die Pfoten und Beine nass. Nippt ein Schlückchen Wasser, falls Charlie es nicht zu sehr aufgewirbelt hat, dreht sich um die eigene Achse und stakst wieder ans Ufer.

Zusammenfassend kann ich wirklich behaupten, dass ich zwar gerade viel zu tun habe und die Hunde vielleicht manchmal ein wenig zurückstecken müssen, aber wir trotzdem im „Good-Times-Modus“ sind.

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12 Gedanken zu “Good Times

  1. Mensch Sandra, das nennt sich „Wassertreten“. Dass du aber auch gar nix weißt 😉

    Zum Glück sind Hunde keine Katzen, die sich ständig in irgendwelche Kartons legen. Sonst müsstest du die zwei ständig suchen, aus Panik, sie wären irgendwo reingeraten 😀

    Gefällt 2 Personen

  2. Nun, so ein Umzug ist eine stressige Sache, vor allem, wenn er nebenher erfolgt.

    Erinnert mich aber sehr stark an das letzte Jahr hier bei den Renovierungsabrebeiten. Im Übrigen finde ich Ausmisten toll. Es befreit so unendlich und wenn es dann noch einem guten Zweck dient, finde ich es richtig klasse. Hier wird eigentlich einmal im Jahr, beginnend mit der dunklen Jahreszeit das Haus entrümpelt und aufgeräumt. Im letzten Jahr ging es nicht, aber in diesem Jahr werde ich mich mit Freude von dem Ballast befreien.

    Weiterhin alles Gute und viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

    Gefällt 1 Person

    • Ja, ich fühle mich auch, als würde ich mich von Ballast befreien! 🙂 Allerdings lautet meine Devise für die Zukunft nicht, regelmäßiger auszumisten, sondern einfach keinen Ballast mehr anzusammeln. 😉
      Liebe Grüße
      Sandra mit Charlie und Lis

      Gefällt 1 Person

  3. Jaaaa, du hast nicht an allen Wochenenden Zeit. Ich freue mich schon wahnsinnig und sei es nur, um Roe mit neuen Berichten zu erfreuen.
    Toll, dass Lis jetzt noch schmerzfreier ist. Was bekommt sie denn?
    Herzliche Grüße vom sehnsüchtig wartenden Enki und natürlich auch mir.

    Gefällt 2 Personen

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