Houdini lebt!

Charlie muss Houdinis Reinkarnation sein. Er kommt aus Ungarn und er ist ein unglaublicher Entfesselungskünstler. Anders kann ich mir zumindest die neuesten Vorfälle nicht erklären!

Es ergibt sich, dass wir einen neuen Kofferraum haben, also natürlich samt Fahrzeug. Wie schon beim Vorgänger habe ich über meinen tollen Ford-Händler ein Trenngitter für den Kofferraum bestellt, so ein richtiges, stabiles. Denn die Netze taugen in meinen Augen nicht viel. Das Gitter stamm aus dem Hause Kleinmetall, ist also stabile Wertarbeit. Eingebaut hat es mein freundlicher Händler, damit ich keinen Fehler dabei machen kann. Die besten Voraussetzungen also für eine sichere Fahrt.

Während der Fahrt klappt auch alles. Charlie muss sich an den neuen Kofferraum zwar erst gewöhnen, er ist noch leicht gestresst, aber das wird schon. Doch wehe, ich lasse Charlie und Lis alleine im Auto! So geschehen gestern, ich hatte im Anschluss an die Arbeit einen Arzt-Termin und ließ die Beiden alleine im Kofferraum zurück. Als ich zurück zum Auto kam, lag Charlie auf dem Fahrersitz. Niedlich eingerollt. Ich kramte nach dem Handy, um ein Fotos zu machen, Charlie entdeckte mich und wechselte promt auf den Beifahrersitz. Klare Verhältnisse – er hat ja keinen Führerschein.

Tja, wie kann das sein? Es gibt zwischen dem Gitter und der Karosserie bzw. dem seitlichen Fenster einen schmalen Spalt. Nicht wirklich groß, aber offensichtlich groß genug für Houdini. Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht, denn das Gitter ist unversehrt und sitzt bombenfest.

Irgendwie kann ich es nicht glauben und auf der anderen Seite bin ich stolz auf diesen Hund. Wenn er sich etwas in den Kopf setzt, dann schafft er es auch. Egal, ob er das Problem sehen kann oder nicht, er findet einen Ausweg.

Und nun? So kann es nicht bleiben, das ist klar. Denn ich bin darauf angewiesen, dass die Beiden auch mal alleine im Auto bleiben. Ohne die Handbremse versehentlich zu lösen. Eine Box? Da haben wir ja bereits unsere Erfahrungen mit.

Ich habe jedenfalls unseren Autohändler informiert, der hatte eine super Antwort: „Dein Hund ist zu dünn, ich schenke Dir einen Sack Futter!“. Ich mag seinen Humor.

Und ich habe an den Hersteller des Gitters geschrieben. Mit Fotos. Vielleicht gibt es von dort eine kreative Lösung, die ich umsetzen kann. Sollte der Hersteller antworten, werde ich klären, ob ich den Schriftverkehr hier veröffentlichen darf und Euch informieren.

Für Interessierte im Folgenden der Text meiner Anfrage:

Betreff: Kleinmetall Kofferraumgitter trifft auf Houdini

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit einer Woche bin ich stolzer Besitzer eines Ford Focus mit einem Kofferraumgitter aus ihrem Hause, das mir mein freundlicher Ford-Händler lieferte und einbaute.

Allerdings bin ich seitdem auch ein noch stolzerer Hundebesitzer:
Charlie, ein ungarischer Boder-Collie-Mix mit 15 kg Gewicht und 52 cm Schulterhöhe, hat das Gitter bezwungen. Sein neuer Name ist nun Houdini.

Irgendwie schafft er es, die Lücke zwischen Gitter und Fenster (seitlich) zu bezwingen und hindurch zu schlüpfen. Anbei sende ich ihnen Fotos der Lücke, des Hundes und des Ergebnisses, wenn Charlie / Houdini mal kurz alleine im Auto war. Unglaublich, aber wahr!

Haben Sie vielleicht eine kreative Lösung, wie man diese Lücke dauerhaft schließen kann?

Die naheliegende Lösung einer Box kommt für uns nicht in Frage, Charlie bezwang in 2016 zwei Autoboxen, an einer löste er sogar die Befestigungen.
(Noch unglaublicher, aber auch wahr! https://dreipunktecharlie.wordpress.com/2016/05/09/der-ausbrecherkoenig-das-schnelle-ende-der-autobox/)

In unserem vorherigen Auto (Ford Kuga) hatten wir auch ein Gitter aus Ihrem Hause, das saß seitlich allerdings enger an der Karosserie und stellte deshalb ein unbezwingbares Hindernis dar.

Falls Sie eine Idee oder einen Rat für mich hätten – ich freue mich darauf!

Beste Grüße
Sandra Musculus mit Charlie und Lis

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11 Gedanken zu “Houdini lebt!

  1. Charlie Houdini – ich ziehe meinen Hut vor dir. Du bist einfach ein toller Hund. Auch die Tatsache, dass du sofort den Beifahrersitz als den geeigneteren Platz akzeptiert hast, nachdem dein Frauchen zurück kehrte, lässt mich vor Bewunderung staunen. Du könntest jede Menge Geld als Boxen- und Kofferraumgittertester verdienen. Ich würde den Vorschlag mal anklingen lassen.

    Flauschige und etwas grinsende Grüße
    Sandra & Shiva

    Gefällt 3 Personen

  2. Pingback: Alles nur ein Missverständnis? | dreipunktecharlie

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